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Pfeffersoß kochen im Heimathaus

Brigitte Bornemann · 22. April 2026
Pfeffersoß für den Kulturtag und den  Ostdeutschen Ostermarkt.
Pfeffersoß für den Kulturtag und den Ostdeutschen Ostermarkt.
Svetlana Pavaluka, Lore Netzsch und Roland Schmalz an der Paprikafront

Svetlana Pavaluka, Lore Netzsch und Roland Schmalz an der Paprikafront

Kann man in unserem Festsaal mit der an grenzenden Küche einen Kochkurs abhalten? Wenigstens einen kleinen, mit wenigen Teilnehmern und einfachen Gerichten? Wir wollten es einmal probieren. Denn Kochkurse für unsere bessarabischen Spezialitäten sind begehrt, und unsere Stellvertretende Bundesvorsitzende Lore Netzsch sucht schon lange, bisher vergebens, nach einer Lehrküche im Raum Stuttgart, die uns aufnehmen würde.

Einen Koch haben wir schon gefunden. Roland Schmalz vom Metzger Eisenmann, der oft für uns das Catering besorgt hat, ist jetzt in Rente und hat Zeit. Er war bereit, sich auf einen Probelauf mit uns einzulassen. Am Freitag vor dem Kulturtag war es soweit. Mit seiner professionellen Ausrüstung erschien er im Heimathaus. Zum Gemüse putzen erwarteten ihn Lore Netzsch, Susanne Knopp und Svetlana Pavaluka. Pfeffersoß kochen und in Vakuumgläser abfüllen, das war der Plan.

Beim kommenden Kulturtag und beim Ostdeutschen Ostermarkt eine Woche später wollten wir eine Pfeffersoß-Verkostung und ein Glas zum Mitnehmen anbieten. 

Die Pfeffersoß ist ganz einfach: Paprika, Zwiebeln und Tomaten in Sonnenblumenöl schmoren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dennoch gibt es unzählige Hausfrauentipps, wie es perfekt wird. Die Tomaten besser sonnengereift aus der Dose. Nimm die großen Gemüsezwiebeln, das wird schön sämig. Welches Mengenverhältnis? Sollten grüne Paprika dabei sein? Etwas Chili, denn früher waren ja die Paprika schärfer? Was noch darf in die Pfeffersoß hinein? In unserem Heimatmuseum geben wir ein Grundrezept heraus, das öfter nach neuen Erkenntnissen aktualisiert wird.

Susanne Knopp beim Zwiebelschneiden – die Gemüsezwiebel ist nicht ganz so scharf.

Susanne Knopp beim Zwiebelschneiden – die Gemüsezwiebel ist nicht ganz so scharf.

Der Probelauf gelang. Am Ende des Vormittags hatten wir 39 kleine und 47 große Gläser mit lecker duftender Pfeffersoß befüllt. Aber ging es auch gut? Na ja, sagte Roland Schmalz, beim nächsten Mal kochen wir solche Mengen besser auf meinem Herd. Und ein Kochkurs würde hier keinen Spaß machen, dazu braucht man für je zwei Personen eine Kochstelle. Wir hatten es geahnt, aber jetzt wussten wir Bescheid. Aus dem Versuch entstand eine neue Idee: Roland Schmalz könnte in seiner Küche eine Kochshow für uns geben. Dort kann eine Gruppe um den großen Herd herumstehen und alles genau beobachten, und natürlich vorher und nachher mithelfen und gemeinsam essen und eine gute Zeit haben. Das werden wir sicher bald probieren.