Lokalisierung
Moldova
Karte
Historie
Eine Hektargemeinde, die leider nicht in dem "Baedeker" Bessarabiens steht, denn sie wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, hauptsächlich aber, weil ihr Schicksal als deutsche Gemeinde unbestimmt war. Die Bedingungen zur Ansiedlung waren nicht schlecht. Jedes männliche Glied der Familie bekam nach Vollendung des einundzwanzigsten Lebensjahres 6 Hektar enteignetes Land zugeteilt, so daß in einer Familie 12, 18 und mehr Hektar zusammenkamen. Das Land war sehr fruchtbar, aber die Siedler waren nicht mehr von dem alten Schrot und Korn. Da nach dem Wasser auf der Hochebene sehr tief zu graben war, riß vielen der Geduldsfaden, und sie verkauften ihren Landanteil und suchten anderwärts unterzukommen. Es zogen Andersstämmige zu, und das schon angelegte Dorf verlor seinen deutschen Charakter, obwohl schon ein Schul- und Bethaus bestand. Nur zehn deutsche Familien blieben bis zur Umsiedlung 1940. - So Starb das Kind, ehe es getauft wurde und einen deutschen Namen bekommen hatte und in das Taufregister eingetragen war. Auch das war ein Schicksal, und nicht einmal das einzige.
(Quelle: Heimatbuch der Bessarabiendeutschen, Albert Kern, Seite 245)