Landmenge (Hektar) – bei Gründung/bei Umsiedlung
4140 ha
Bedeutung des Namens
Vgl. Wittenberg. Teilungsgemeinde. Beachtenswert ist, daß kein „Neu-Wittenberg“ oder „Neu-Marienthal“ entsteht, vielmehr ein Posttal. Dem Bach und Tal entsprechend scheint anfangs ein „Kirgis“, „Kirgisch“ gebräuchlich gewesen zu sein. Ein Pächter Bursch oder Borsch (SchB S. 174) gibt Anlaß zu der Vermutung, daß es über ein Burschtal, Borschtal, Boschtal zu einem Posttal gekommen sein mag (vgl. Wagner, I., aaO, S. 32). In jiddischer Umgangssprache hieß es auch zuletzt noch „Borschtl“. Man muß aber auch den Hinweis SchB S. 179 beachten, daß das Dorf „im sog. Postthale“ gelegen sei, einer wichtigen Leitlinie des damaligen Verkehrs also, die „eine Landstraße von Bender nach Bolgrad und Reine“ (Hafen Reni) aufnimmt (SchB S. 175). So wäre der Ortsname Posttal ganz natürlich zu erklären. Die Gründung eines Dorfes im SO des Budschak mit dem Namen Neu- Posttal (1864) — offenbar in der Nähe einer alten Poststation (russ. Ortsname Staraja Potschta = Alte Post) — führte dazu, daß Posttal zu Alt-Posttal wurde, wobei ähnlich wie bei Arzis die nähere Kennzeichnung „Alt-“ bald und oft als überflüssig empfunden wurde. Russ. Ortsname Malojaroslawetz II, rum. Malu-Mic (siehe Wittenberg).
(Quelle: Jahrbuch für Ostdeutsche Volkskunde Band 10 1966/1967)
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Liste der ersten Kolonisten
DownloadEinwohner
Volkszählung 1930: 1.503 Deutsche / 66 Andere
Einwohner 1940: 1.564 Deutsche / 47 Andere
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Besonderheiten der Kolonie
Alte und neue Kirche, die 1940 bei der Umsiedlung fertiggestellt war. Die alte Kirche war die älteste in den deutschen Gemeinden Bessarabiens.